Volkswagen Polo V (Typ 6R / 6C) Der Volkswagen Polo V wurde 2009 (Typ 6R) eingeführt und 2014 einem umfassenden Facelift (Typ 6C) unterzogen. Er basiert auf der PQ25-Plattform und gilt als einer der erwachsensten Kleinwagen seiner Zeit, der in puncto Verarbeitungsqualität, Ergonomie und Fahrkomfort Maßstäbe in der B-Segment-Klasse setzte. Fokus auf Dieselmotoren: Obwohl der Polo traditionell oft als Benziner gekauft wird, spielten die Dieselmotoren (TDI) eine große Rolle für Vielfahrer und Flotten. Die Zuverlässigkeit ist jedoch stark zweigeteilt: Die frühen Modelle (6R, 2009-2014) nutzen die EA189-Motorenfamilie (1.2 TDI, 1.6 TDI), die im Zentrum des Abgasskandals (Dieselgate) stand und für teure AGR- und Injektor-Probleme bekannt ist. Mit dem Facelift (6C, ab 2014) hielt die deutlich rob
Gesamtfazit Der VW Polo V ist ein Auto mit zwei Gesichtern. Die Verarbeitungsqualität und das Fahrgefühl sind für einen Kleinwagen überragend. Wenn Sie einen Diesel suchen: Meiden Sie nach Möglichkeit die frühen 1.2 TDI und 1.6 TDI (EA189, 2009-2014). Die Probleme mit AGR-Ventilen, Injektoren und den Nachwirkungen des Dieselgate-Updates machen sie zu einem finanziellen Risiko. Greifen Sie stattdessen zwingend zum Facelift-Modell (Polo 6C, ab 2014) mit dem 1.4 TDI (EA288). Dieser Motor ist deutlich ausgereifter, erfüllt Euro 6 und ist sehr sparsam. Generell gilt für den Polo V: Vermeiden Sie das 7-Gang-DSG (DQ200), es sei denn, die Mechatronik und Kupplung wurden bereits nachweislich erneuert. Bei den Benzinern sind die Modelle ab 2014 (EA211 mit Zahnriemen) uneingeschränkt empfehlenswert, während die frühen 1.2 TSI und der 1.4 TSI GTI wegen Steuerketten-Desastern gemieden werden sollten.