Der Volkswagen Passat B7 (Typ 3C/362 für die Limousine, 365 für den Kombi SW) ist keine komplett neue Generation, sondern ein umfassendes Facelift des B6. Er behält die PQ46-Plattform bei, korrigiert aber viele Kinderkrankheiten, insbesondere durch die endgültige Abkehr von Pumpe-Düse-Dieselmotoren (PD) zugunsten der Common-Rail-Technologie. Als Referenzmodell im Segment der Mittelklasse-Limousinen (D-Segment) glänzt er durch verbesserte Geräuschdämmung, Verarbeitungsqualität und Geräumigkeit (besonders als Kombi SW). Während die Dieselmotoren (TDI) für Vielfahrer die Stars des Modells sind, wurde der B7 vom Dieselgate-Skandal (EA189-Motoren) voll getroffen, dessen Software-Updates paradoxerweise die Zuverlässigkeit bestimmter Peripheriegeräte (AGR-Ventil, Injektoren) beeinträchtigten.
Der Volkswagen Passat B7 ist ein ausgezeichnetes Reisefahrzeug, besonders ausgereift in seinen 2.0 TDI-Versionen in Verbindung mit dem Schaltgetriebe oder DSG6. Er hat die katastrophalen Mängel des B6 (Pumpe-Düse-Injektoren, poröse Zylinderköpfe, Lenksäule) behoben. Das Gesamtbild wird jedoch durch zwei große Schatten getrübt: die chronische Anfälligkeit des DSG7-Getriebes (das in den kleineren Motoren verbaut ist) und die Nebenwirkungen des Dieselgate-Updates bei den TDI-Motoren (AGR-Verkokung). Gebraucht sollten Sie einen 2.0 TDI mit 140 oder 170 PS bevorzugen, dessen AGR-Ventil nach dem Update bereits ersetzt wurde, oder ein Benzinmodell ab 2013. Meiden Sie den 1.4 TSI 160 und Modelle mit DSG7 ohne lückenlose Historie.