Der Volkswagen Golf V (Typ 1K) markierte einen bedeutenden technologischen Sprung für die Kompaktklasse. Eingeführt im Jahr 2003, basierte er auf der neuen PQ35-Plattform und brachte erstmals eine aufwendige Vierlenker-Hinterachse in den Golf, was die Fahrdynamik und den Komfort drastisch verbesserte. Die Karosseriesteifigkeit wurde im Vergleich zum Vorgänger um 80 % erhöht. Obwohl die Verarbeitungsqualität im Innenraum anfangs wegen kratzempfindlicher Softlack-Oberflächen kritisiert wurde, gilt der Golf V als grundsolides Fahrzeug. Technisch war er jedoch ein Versuchsträger für viele neue Technologien (FSI, TSI-Twincharger, DSG-Getriebe), was bei bestimmten Motorisierungen zu erheblichen Zuverlässigkeitsproblemen führte. Die Benzinmotoren reichen von extrem robusten Saugmotoren (MPI) bis
Der VW Golf V ist ein Meilenstein in der Kompaktklasse, der sich auch heute noch modern fährt. Als Gebrauchtwagen ist er jedoch ein Minenfeld, was die Motorisierung angeht. Wer einen günstigen, zuverlässigen Benziner sucht, muss zum 1.6 MPI (102 PS) greifen. Er ist zwar keine Rakete und verbraucht etwas mehr, geht dafür aber praktisch nie kaputt. Der GTI (2.0 TFSI) ist ein exzellenter Hot Hatch, erfordert aber fachkundige Wartung. Finger weg von allen 1.4 TSI Twincharger-Modellen (140/170 PS) und frühen 2.0 TDI (BKD) sowie dem 1.9 TDI mit dem Motorcode BXE. Achten Sie beim Kauf zwingend auf Rost an den vorderen Kotflügeln und Schwellern sowie auf ein lückenlos gewartetes DSG-Getriebe.