Die Toyota Supra der dritten Generation (A70) markierte die endgültige Trennung von der Celica-Baureihe. Sie wurde als reinrassiger Grand Tourer (GT) mit Hinterradantrieb konzipiert. Mit ihrem ikonischen 80er-Jahre-Design (Klappscheinwerfer, optionales Targadach) und fortschrittlicher Technik wie dem elektronisch verstellbaren Fahrwerk (TEMS) war sie ein Technologieträger. Obwohl sie für ihr hohes Gewicht kritisiert wurde, bot sie hervorragenden Langstreckenkomfort und mit den Turbomotoren beachtliche Fahrleistungen. Ein Facelift erfolgte 1989 (geänderte Frontschürze, dreiteilige Rückleuchten, neues Lenkrad). Heute ist die A70 ein begehrter Youngtimer/Oldtimer, dessen Zuverlässigkeit stark von der Wartungshistorie abhängt.
Die Toyota Supra A70 ist ein faszinierender GT der 80er Jahre, der heute viel Aufmerksamkeit erfordert. Ein Kauf ist nur empfehlenswert, wenn die Historie transparent ist. Bei Modellen mit 7M-Motor ist der Nachweis einer fachgerecht reparierten Zylinderkopfdichtung (mit Metall-Dichtung und ARP-Bolzen) absolute Pflicht – andernfalls drohen sofortige, teure Motorschäden. JDM-Importe mit dem 1JZ-GTE sind mechanisch deutlich robuster und begehrter, aber teurer in der Anschaffung. Rost ist der größte Feind der Karosserie. Wer ein rostfreies Exemplar mit gelöstem ZKD-Problem findet, erhält einen wunderbaren, komfortablen und charakterstarken Youngtimer.