Der Suzuki Swift der zweiten Generation (intern als MZ/EZ oder RS413/RS415/RS416 bezeichnet) markierte einen Wendepunkt für den japanischen Hersteller. Mit seinem an den Mini angelehnten, europäischen Design, dem agilen Fahrwerk und den kompakten Abmessungen wurde er zu einem weltweiten Verkaufsschlager. Fokus auf den Diesel (1.3 DDiS): Um auf dem europäischen Markt wettbewerbsfähig zu sein, lieh sich Suzuki den bewährten 1.3-Liter-Multijet-Diesel von Fiat/GM aus. Dieser Motor bietet ein hervorragendes Drehmoment für einen Kleinwagen und ist extrem sparsam, bringt jedoch spezifische Wartungsanforderungen mit sich, die bei Vernachlässigung teuer werden können. Ein leichtes Facelift erfolgte 2008 (neue Schürzen, verbesserte Materialien und Einführung des DPF beim Diesel).
Der Suzuki Swift II ist ein charmanter, fahraktiver und optisch gelungener Kleinwagen. Bezüglich des 1.3 DDiS Diesels ist jedoch Vorsicht geboten: Dieser Motor (von Fiat) ist zwar extrem sparsam, verzeiht aber keine Nachlässigkeiten bei der Wartung. Werden die Ölwechselintervalle überzogen, droht ein kapitaler Motorschaden durch eine gerissene Steuerkette. Zudem ist er für den reinen Stadtverkehr (Verkokung, DPF-Probleme) völlig ungeeignet. Kaufempfehlung: Kaufen Sie den Diesel nur, wenn Sie eine lückenlose Wartungshistorie (Ölwechsel max. alle 15.000 km) nachweisen können und das Auto regelmäßig auf Langstrecken bewegen. Für alle anderen Käuferprofile sind die äußerst robusten 1.3 oder 1.5 VVT Benzinmotoren die deutlich bessere, sicherere und sorgenfreiere Wahl – hier muss man lediglich auf das Schaltgetriebe achten.