Der Suzuki Baleno der ersten Generation (Code EG) wurde 1995 eingeführt und markierte Suzukis Versuch, sich in der hart umkämpften Kompaktklasse zu etablieren. Je nach Markt war das Modell auch als Suzuki Esteem (Nordamerika), Suzuki Cultus Crescent (Japan) oder Maruti Suzuki Baleno (Indien) bekannt. Er war in drei Karosserievarianten erhältlich: als dreitüriges Fließheck, viertürige Limousine und ab 1996 als geräumiger Kombi (Wagon). 1999 erhielt der Baleno ein Facelift, das eine modernere Frontpartie (Klarglasscheinwerfer, neuer Kühlergrill) und einen aufgewerteten Innenraum mit sich brachte. Obwohl die Benzinmotoren als äußerst langlebig gelten, leidet der Baleno EG heute unter massiven Rostproblemen und Getriebeschwächen, was ihn auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu einer Seltenheit gemacht
Der Suzuki Baleno I (EG) ist ein klassisches Beispiel für ein Auto mit hervorragenden Motoren, das jedoch von seiner Karosserie und dem Getriebe im Stich gelassen wird. Die Benzinmotoren sind nahezu unzerstörbar, wenn sie grundlegend gewartet werden. Das Todesurteil für die meisten Balenos in Europa war jedoch der durchrostende Vorderachsträger – eine teure und gefährliche Schwachstelle. Hinzu kommen die sehr anfälligen Schaltgetriebe. Heute ist der Baleno nur noch als extrem günstiges 'Winterauto' oder für Bastler interessant. Wer ein Exemplar findet, bei dem der Achsträger bereits erneuert wurde und das Getriebe geräuschlos schaltet, bekommt einen zuverlässigen Begleiter. Für den normalen Gebrauchtwagenkäufer ist das Risiko eines wirtschaftlichen Totalschadens durch Rost jedoch zu hoch.