Saab 9-5 I (YS3E) (1997 – 2010)

Zuverlässigkeitsscore : 6.8/10

Der Saab 9-5 der ersten Generation (YS3E) trat die Nachfolge des legendären Saab 9000 an. Basierend auf einer von den schwedischen Ingenieuren stark modifizierten GM2900-Plattform verkörpert er den Gipfel an Komfort, Sicherheit (Einführung der aktiven Kopfstützen SAHR) und aeronautischer Ergonomie (Night Panel-Funktion). Erhältlich als Limousine und Kombi (Estate), erlebte er zwei große Facelifts: 2002 und 2006 (wegen der verchromten Scheinwerferumrandung „Dame Edna“ genannt). Während die Aero-Versionen dank des hervorragenden Motormanagementsystems Trionic 7 erstklassige Fahrleistungen bieten, wurden die ersten Produktionsjahre durch einen schweren Konstruktionsfehler im Kurbelgehäuseentlüftungssystem (PCV) getrübt, der zur Bildung von Ölschlamm (Oil Sludge) bei den 4-Zylinder-Benzinmotor

✅ Stärken

⚠️ Schwächen

🎯 Fazit

Der Saab 9-5 der ersten Generation ist ein Auto für Kenner. Die Statistiken von ADAC und TÜV (21% Mängel) bestätigen, dass er eine strenge Wartung erfordert. Der Kauf eines 4-Zylinder-Benziners (B205/B235) vor 2004 ist ein riskantes Unterfangen, wenn das Ölsieb nicht gereinigt und die Kurbelgehäuseentlüftung nicht aktualisiert wurde. Hingegen sind die Modelle nach 2004 (und insbesondere die Aero-Versionen) außergewöhnliche, robuste und sehr leistungsstarke Langstreckenfahrzeuge, vorausgesetzt, man akzeptiert den regelmäßigen Austausch der DI-Kassette. Auf der Dieselseite verrichtet der 1.9 TiD seine Arbeit, leidet aber unter den klassischen Krankheiten seiner Zeit (EGR, FAP, Drallklappen), während der 3.0 V6 TiD ein industrieller Fehler ist, den man unbedingt meiden sollte.