Der Renault Scénic II (Codename JM) markierte einen stilistischen Bruch mit seinem Vorgänger und übernahm das polarisierende Design des Mégane II. Obwohl er sich durch sein Platzangebot, seine vorbildliche Modularität (Einzelsitze, zahlreiche Ablagen) und seinen Fahrkomfort auszeichnete, blieb er leider für seine katastrophale Zuverlässigkeit in den ersten Verkaufsjahren (Phase 1: 2003-2006) bekannt. Elektronische Ausfälle (Digitaltacho, Keyless-Go-Karte) und mechanische Defekte (insbesondere bei den dCi-Dieseln) haben seinen Ruf stark geschädigt. Das Facelift Ende 2006 (Phase 2) behob die meisten Kinderkrankheiten. Heute sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt die Benzinversionen (unser Fokus hier) die einzigen, die zu bevorzugen sind, da sie eine wirtschaftliche und deutlich weniger riskante Al
Der Renault Scénic II ist ein Paradebeispiel für ein Auto mit zwei Gesichtern. Absolut zu meiden sind die Dieselversionen vor 2007 (1.5 dCi und 1.9 dCi 120) und die Phase-1-Ausstattungen voller Elektronikfehler. Hingegen stellt ein Modell der Phase 2 (nach Ende 2006) mit Benzinmotor (1.6 16v oder 2.0 16v) heute ein ausgezeichnetes Geschäft für kleine Budgets dar. Diese Benzinversionen sind mechanisch robust, vorausgesetzt, man stellt sicher, dass der Zahnriemen und der Phasenversteller ersetzt wurden und die Wasserabläufe präventiv gereinigt werden. Es ist ein Vernunftkauf, bei dem man bei jedem elektronischen Defekt hart verhandeln sollte.