Der Renault Megane I Phase 2 (BA/DA), eingeführt im Frühjahr 1999, ist das umfassende Facelift der ersten Megane-Generation. Er brachte eine modernisierte Frontpartie, eine verbesserte Sicherheitsausstattung (mehr Airbags, ABS serienmäßig) und eine stark überarbeitete Motorenpalette mit sich. Während bei den Benzinern die neuen 16V-Motoren Einzug hielten, markiert diese Phase bei den Dieselmotoren einen wichtigen technologischen Übergang: vom alten Vorkammerdiesel (1.9 D) über den rauen Direkteinspritzer (1.9 dTi) bis hin zum ersten modernen Common-Rail-Diesel von Renault (1.9 dCi, ab 2000). Obwohl der Fahrkomfort und das Platzangebot überzeugen, wird die Zuverlässigkeit oft durch elektronische Mängel und spezifische Schwächen der frühen Direkteinspritzer-Diesel getrübt.
Der Renault Megane I Phase 2 ist heute ein reines Budget-Auto. Wer gezielt nach einem Diesel sucht, begibt sich auf ein Minenfeld: Der 1.9 D ist zu schwach und anfällig für Kopfdichtungsschäden, der 1.9 dTi ist ein Risiko für kapitale Motorschäden (Riemenproblematik), und der 1.9 dCi leidet unter den typischen Kinderkrankheiten der ersten Common-Rail-Generation. Wenn es unbedingt ein Diesel sein muss, ist ein 1.9 dCi mit lückenloser Wartungshistorie (regelmäßige Ölwechsel, bereits getauschter Turbo/AGR) die beste Wahl. Generell sind jedoch die 1.4 16V oder 1.6 16V Benziner (nach Tausch der Zündspulen) die deutlich zuverlässigeren und wirtschaftlicheren Begleiter für dieses Modell.