Die erste Generation des Porsche Panamera (Typ 970) markiert den historischen Einstieg der Stuttgarter Marke in das Segment der viertürigen Luxuslimousinen. Trotz eines anfangs umstrittenen Heckdesigns hat er sich als dynamische Referenz in seiner Klasse etabliert. Mit dem Facelift im Jahr 2013 (Phase 2) wurden einige Kinderkrankheiten behoben. Fokus auf den Diesel: Der 2011 eingeführte Panamera Diesel übernimmt den robusten V6 3.0 TDI aus dem Volkswagen/Audi-Konzern. Zunächst mit 250 PS angeboten, stieg die Leistung 2014 auf 300 PS. Es ist eine für Porsche untypische Motorisierung, aber äußerst effizient für Vielfahrer, da sie eine Reichweite von über 1.000 km bei sehr moderatem Verbrauch bietet, auch wenn sie die mechanische Noblesse und den markentypischen Klang opfert.
Der Porsche Panamera (970) ist ein außergewöhnlicher Reisewagen, der die Dynamik eines 911 mit dem Komfort einer Limousine zu verbinden wusste. Die Wahl des Diesels (3.0 V6 TDI) ist für diese Generation am pragmatischsten: Er bietet eine höhere Zuverlässigkeit als die Porsche-V8-Motoren derselben Ära, eine unschlagbare Reichweite und geringere Kraftstoffkosten. Man darf sich jedoch nicht täuschen lassen: Obwohl der Motor von Audi stammt, bleiben die Kosten für Anbauteile (Luftfederung, Bremsen, Elektronik) und Arbeitszeit auf Porsche-Niveau. Die Statistiken (TÜV mit 17 % Mängeln, ADAC mit 3,5 Pannen/1.000) zeigen eine durchschnittliche Zuverlässigkeit, die durch Probleme mit dem PDK-Getriebe (2009-2012) und der Elektronik beeinträchtigt wird. Ein Kauf sollte nur mit einer tadellosen Wartungshistorie und einer soliden Garantie in Betracht gezogen werden.