Die Peugeot 106 Phase 2, eingeführt 1996, ist eine bedeutende Weiterentwicklung des 1991 erschienenen Kleinwagens mit dem Löwen. Sie teilt sich nun ihre Plattform und Motorisierungen mit ihrem Cousin, dem Citroën Saxo. Runder, besser verarbeitet und etwas sicherer als Phase 1, behält sie bei, was ihren Erfolg ausmachte: ein Federgewicht (oft unter einer Tonne), eine beeindruckende Agilität und einfache, bewährte Mechanik. Während die Sportversionen (S16, Rallye) heute sehr begehrte 'Youngtimer' sind, bleiben die klassischen Versionen (1.1i, 1.4i) hervorragende, sparsame Fortbewegungsmittel. Vorsicht jedoch: Ihre alte Konstruktion macht sie anfällig für aktuelle passive Sicherheitsstandards (Crashtests).
Die Peugeot 106 Phase 2 ist der Archetyp des Kleinwagens der 90er Jahre: leicht, kommunikativ und mechanisch unzerstörbar, wenn man von seinen zwei chronischen Krankheiten absieht (Zylinderkopfdichtung bei TU-Motoren und Hinterachse). Mit Benzinmotor 1.1i oder 1.4i ist er eine hervorragende Wahl für Fahranfänger, Studenten oder als sparsamer Zweitwagen. Die S16- und Rallye-Versionen sind reine Sammlerstücke, die heute verschwundene Fahrgefühle bieten. Der Kauf ist sehr empfehlenswert, vorausgesetzt, die Hinterachse wird sorgfältig geprüft und man bedenkt, dass ihre Sicherheit im Falle eines Aufpralls nicht mehr den aktuellen Standards entspricht.