Der Opel Corsa D markierte einen deutlichen Sprung in Größe und Gewicht gegenüber seinem Vorgänger. Er basiert auf der SCCS-Plattform, die in Kooperation mit Fiat (Grande Punto) entwickelt wurde. Das Fahrzeug erhielt zwei wichtige Modellpflegen: 2010 (technisches Update, Euro-5-Motoren, Fahrwerksoptimierung) und 2011 (großes optisches Facelift mit neuer Frontpartie). Der Corsa D ist als solider und geräumiger Kleinwagen bekannt, leidet jedoch unter einigen markanten Schwachstellen, insbesondere bei den Steuerketten der kleinen Benzinmotoren und dem berüchtigten M32-6-Gang-Schaltgetriebe. Gesamtnote: Befriedigend bis Gut, abhängig von der gewählten Motor-Getriebe-Kombination.
Der Opel Corsa D ist ein zweischneidiges Schwert. Als 1.4 Liter Sauger (87-100 PS) mit 5-Gang-Schaltgetriebe ist er ein hervorragender, robuster und geräumiger Kleinwagen für den Alltag. Sobald jedoch das 6-Gang-Getriebe (M32) ins Spiel kommt (1.4 Turbo, 1.6 Turbo, 1.7 CDTI, teils 1.3 CDTI), steigt das finanzielle Risiko für einen Getriebeschaden drastisch an. Die kleinen 1.0 und 1.2 Motoren leiden zu oft unter Steuerkettenproblemen und sind mit dem schweren Auto überfordert. Kaufempfehlung: Suchen Sie gezielt nach einem scheckheftgepflegten 1.4 MPI (Facelift ab 2011) mit 5-Gang-Getriebe. Bei OPC- oder Turbomodellen zwingend prüfen, ob das Getriebe bereits überholt wurde.