Opel Astra L (2021 – 2025)

Zuverlässigkeitsscore : 6.5/10

Der Opel Astra L (6. Generation) markiert einen radikalen Wendepunkt in der Geschichte des Modells. Nach der Übernahme durch PSA (jetzt Stellantis) basiert der Astra L auf der EMP2 V3-Plattform, die er sich mit dem Peugeot 308 III und dem DS 4 teilt. Optisch besticht er durch das neue Markengesicht 'Opel Vizor' und das volldigitale 'Pure Panel' im Innenraum. Fokus auf den Diesel (1.5 Diesel / BlueHDi): Obwohl der Marktanteil von Dieselmotoren in der Kompaktklasse sinkt, bietet Opel weiterhin den 1.5-Liter-Vierzylinder-Diesel (130 PS) an. Dieser Motor (Stellantis-Code DV5RC) ist extrem sparsam und ideal für Vielfahrer, bringt jedoch einige bekannte konstruktive Eigenheiten aus dem PSA-Konzern mit, die beim Gebrauchtkauf zwingend beachtet werden müssen (insbesondere die Nockenwellenkette und

✅ Stärken

⚠️ Schwächen

🎯 Fazit

Der Opel Astra L ist ein optisch und ergonomisch äußerst gelungenes Fahrzeug. Wer sich für den 1.5 Diesel entscheidet, erhält einen exzellenten Langstreckengleiter mit extrem niedrigem Verbrauch. ABER: Der Kauf eines gebrauchten Astra L Diesel erfordert Vorsicht. Die Problematik der 7-mm-Nockenwellenkette (Stellantis DV5RC-Motor) ist real und kann zu kapitalen Motorschäden führen. Kaufempfehlung für den Diesel: Kaufen Sie bevorzugt Modelle ab Baujahr Mitte 2023, bei denen ab Werk die verstärkte 8-mm-Kette verbaut ist, oder Fahrzeuge, bei denen dieses Update bereits nachweislich in der Werkstatt durchgeführt wurde. Achten Sie zudem auf eine einwandfreie Funktion des AdBlue-Systems. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, ist der Astra Diesel eine hervorragende Wahl. Bei den Benzinern ist der neue 1.2 Hybrid (MHEV) mit Steuerkette dem älteren 1.2 Turbo (Zahnriemen im Ölbad) vorzuziehen.