Der Opel Astra J (vierte Generation) markierte einen deutlichen Qualitätssprung für die Marke. Basierend auf der Delta-II-Plattform von General Motors (geteilt mit dem Chevrolet Cruze), besticht er durch ein sehr komfortables Fahrwerk, eine hervorragende Geräuschdämmung und optionale, rückenfreundliche AGR-Sitze (Aktion Gesunder Rücken). Das größte Manko dieser Generation ist jedoch ihr hohes Leergewicht (oft über 1,4 bis 1,5 Tonnen), was die Fahrdynamik dämpft und den Kraftstoffverbrauch bei allen Motorisierungen in die Höhe treibt. Ein Facelift erfolgte im Herbst 2012, bei dem optische Retuschen vorgenommen und neue Assistenzsysteme sowie überarbeitete Motoren (SIDI) eingeführt wurden. Die Verarbeitungsqualität im Innenraum ist solide, jedoch ist die Mittelkonsole mit Tasten überfrachtet
Der Opel Astra J ist ein komfortabler und solider Kompaktwagen, der vor allem als Langstreckengleiter glänzt. Sein größter Feind ist sein eigenes Gewicht, weshalb die kleinen Saugmotoren zu meiden sind. Der 1.4 Turbo ist die beste Wahl für den Alltag, erfordert jedoch beim Gebrauchtkauf höchste Aufmerksamkeit bezüglich des M32-Getriebes. Modelle ab dem Facelift (Ende 2012) sind deutlich ausgereifter und haben das verbesserte Getriebe. Wer einen Diesel sucht, sollte den 1.6 CDTI (ab 2014) wählen oder beim 2.0 CDTI zwingend die Ölpumpendichtung im Auge behalten. Ein gepflegter Astra J ab 2013 mit AGR-Sitzen ist ein hervorragender und preiswerter Geheimtipp.