Der Opel Astra J (vierte Generation) markierte bei seiner Einführung 2009 einen deutlichen Qualitätssprung für die Marke. Er besticht durch ein ansprechendes Design, hochwertige Materialien im Innenraum und exzellente Langstreckenqualitäten (insbesondere mit den optionalen AGR-Ergonomiesitzen). Ein wesentlicher Kritikpunkt dieser Generation ist jedoch das hohe Leergewicht (oft über 1,5 Tonnen), das sowohl die Fahrdynamik als auch den Verbrauch negativ beeinflusst und die Einstiegsmotorisierungen überfordert. Ein Facelift erfolgte Ende 2012, bei dem optische Retuschen vorgenommen und neue Assistenzsysteme sowie überarbeitete Motoren eingeführt wurden. Die Dieselmotoren (CDTI) stammen teils von Fiat (1.3, 2.0) und teils von Isuzu (1.7), bevor Opel ab 2014 die eigenen 1.6 CDTI 'Flüsterdiesel'
Der Opel Astra J ist ein grundsolides, komfortables Langstreckenauto, das stark unter seinem Übergewicht leidet. Wer einen Diesel sucht, steht vor einer schwierigen Wahl: Der 1.7 CDTI ist robust, aber unkultiviert. Der 1.6 CDTI ist modern und leise, birgt aber das Risiko teurer Steuerkettenschäden. Der 2.0 CDTI ist fahrerisch die beste Wahl für das schwere Auto, erfordert aber zwingend den präventiven Wechsel der Ölansaugdichtung, um einen Motorschaden zu vermeiden. Generell gilt: Modelle ab dem Facelift (Ende 2012) bevorzugen, da hier das berüchtigte M32-Getriebe überarbeitet wurde. Ein gut gewarteter 2.0 CDTI (mit neuer Dichtung) oder ein später 1.4 Turbo sind die besten Käufe.