MINI Countryman I (R60) (2010 – 2017)

Zuverlässigkeitsscore : 6.2/10

Der MINI Countryman der ersten Generation (interner Code R60) markierte einen Wendepunkt für die britische Marke unter BMW-Regie. Als erster MINI mit fünf Türen, einer Länge von über vier Metern und dem optionalen Allradantrieb 'ALL4' zielte er auf das boomende Segment der kompakten Crossover ab. Ein Facelift (LCI) erfolgte im Juli 2014, welches leichte optische Retuschen, verbesserte Geräuschdämmung und Euro-6-konforme Motoren brachte. Fokus Diesel: Die Dieselmodelle (One D, Cooper D, Cooper SD) erfreuten sich in Europa großer Beliebtheit. Sie basieren alle auf der BMW N47-Motorenfamilie. Obwohl sie für ihren kräftigen Durchzug und niedrigen Verbrauch gelobt werden, erfordern sie aufgrund bekannter Schwachstellen (insbesondere der Steuerkette) eine lückenlose Wartungshistorie.

✅ Stärken

⚠️ Schwächen

🎯 Fazit

Der MINI Countryman R60 ist ein charakterstarker Crossover, der Fahrspaß und Praktikabilität vereint. Beim Kauf eines Diesels (N47) ist jedoch höchste Vorsicht geboten. Die Steuerkettenproblematik ist real und eine Reparatur kostet oft über 2.000 Euro, da der Motor dafür ausgebaut werden muss. Kaufen Sie einen Diesel nur, wenn die Steuerkette bereits nachweislich (mit Rechnung) erneuert wurde oder wenn es sich um ein spätes LCI-Modell (ab Ende 2014) mit lückenlosem Scheckheft handelt. Für Kurzstreckenfahrer sind die Diesel gänzlich ungeeignet (DPF/AGR-Probleme). Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zum Cooper (Benzin, N16) oder plant bei den Turbo-Modellen (Benzin/Diesel) ein großzügiges Budget für Instandhaltungen ein.