Der MINI Clubman der ersten Generation (interner Code R55) ist die Kombi-Variante des klassischen MINI (R56). Er zeichnet sich durch seinen verlängerten Radstand, die asymmetrische 'Clubdoor' auf der rechten Seite und die zweigeteilten Hecktüren ('Splitdoors') aus. Der R55 bietet mehr Platz im Fond und einen größeren Kofferraum, behält aber das markentypische 'Go-Kart-Feeling' bei. Im Jahr 2010 erhielt das Modell ein Facelift (LCI), das nicht nur optische Retuschen, sondern auch einen kompletten Wechsel der Dieselmotoren (von PSA zu BMW) und überarbeitete Benzinmotoren mit sich brachte. Obwohl das Design und die Fahrdynamik überzeugen, ist die Zuverlässigkeit, insbesondere bei den Modellen vor dem Facelift, oft ein kritischer Punkt.
Der MINI Clubman R55 ist ein Auto für Liebhaber. Wer sich für einen Diesel entscheidet, sollte zwingend zu den Modellen ab dem Facelift (LCI, ab Ende 2010) mit den BMW N47-Motoren greifen (One D, Cooper D 112 PS, Cooper SD). Diese sind deutlich robuster als der alte PSA-Diesel (109 PS), erfordern aber dennoch ein wachsames Ohr bezüglich der Steuerkette. Der alte PSA-Diesel (W16) ist aufgrund der massiven Turbolader-Problematik eher zu meiden. Bei den Benzinern gilt: Finger weg vom Vor-Facelift Cooper S (N14), es sei denn, der Motor wurde bereits komplett revidiert. Ein lückenloses Scheckheft und verkürzte Ölwechselintervalle sind bei diesem Fahrzeug absolute Pflicht.