Die Mercedes-Benz E-Klasse der Baureihe W211 (Limousine) und S211 (T-Modell) gilt als eines der elegantesten Designs der jüngeren Mercedes-Geschichte. Sie markiert einen deutlichen Qualitätssprung hinsichtlich Rostvorsorge und Innenraumverarbeitung im Vergleich zum Vorgänger (W210). Die Produktionszeit teilt sich in zwei stark unterschiedliche Phasen: Vor-MOPF (2002–2006) und MOPF (Modellpflege, 2006–2009). Die frühen Modelle litten unter massiven Elektronikproblemen und dem fehleranfälligen elektrohydraulischen Bremssystem SBC (Sensotronic Brake Control). Mit dem Facelift 2006 wurde die SBC-Bremse durch ein konventionelles System ersetzt, und die W211 reifte zu einem äußerst zuverlässigen Langstreckenfahrzeug. Der Fokus dieser Analyse liegt auf den Dieselmotoren (CDI), die in Europa den G
Die Mercedes E-Klasse W211 ist ein Fahrzeug mit zwei Gesichtern. Modelle vor dem Facelift (2002-2006) bergen aufgrund der SBC-Bremse und früher Elektronikmacken ein hohes finanzielles Risiko. Das Facelift-Modell (MOPF ab Mitte 2006) ist hingegen ein absolut empfehlenswerter, ausgereifter und extrem langlebiger Begleiter. Für Diesel-Käufer: Der Vierzylinder E 220 CDI (OM646) ist die vernünftigste und robusteste Wahl. Wer mehr Laufkultur sucht, greift zum E 320 CDI. Hierbei ist der ältere Reihensechszylinder (OM648, bis 2005) mechanisch robuster als der neuere V6 (OM642), letzterer ist jedoch moderner und leiser – erfordert aber den Nachweis, dass die Ölkühlerdichtung bereits erneuert wurde. Von den V8-Dieseln (E 400/420 CDI) ist aufgrund astronomischer Reparaturkosten dringend abzuraten.