Die Mercedes-Benz B-Klasse (W245) ist ein Premium-Kompaktvan, der die innovative „Sandwich“-Architektur der A-Klasse (W169) übernimmt. Dieser doppelte Boden ermöglicht es, Energie bei einem Frontalaufprall zu absorbieren (der Motor gleitet unter den Fahrgastraum) und bietet ein außergewöhnliches Platzangebot für ein Fahrzeug von 4,27 m. Diese Konstruktion macht jedoch die mechanische Zugänglichkeit katastrophal, was die Arbeitskosten für einfache Vorgänge (wie den Austausch des Anlassers) explodieren lässt. Das Facelift von 2008 behob viele Kinderkrankheiten, insbesondere Korrosionsprobleme an den Öffnungen, und verbesserte die Innenverarbeitung. Die Gesamtzuverlässigkeitsbewertung ist durchschnittlich, belastet durch das stufenlose Automatikgetriebe (CVT Autotronic) und die Wartungskosten
Die Mercedes B-Klasse W245 ist ein paradoxes Fahrzeug. Ihre Benzinmotoren (M266) sind Musterbeispiele an Robustheit und können problemlos über 300.000 km erreichen. Die Sandwich-Architektur verwandelt jedoch jeden noch so kleinen peripheren Defekt (Anlasser, Lichtmaschine, Klimakompressor) in einen finanziellen Albtraum, da die benötigten Arbeitsstunden exorbitant sind. Zudem ist das CVT-Automatikgetriebe ein Damoklesschwert. Kaufempfehlung: Bevorzugen Sie unbedingt ein Benzinmodell (B170/B180 oder B200) mit Schaltgetriebe, und zwingend nach dem Facelift (nach Mitte 2008), um Rostprobleme zu vermeiden. Meiden Sie Modelle mit CVT-Getriebe ohne perfekte Wartungshistorie sowie nicht funktionierende Lamellenschiebedächer.