Die Mercedes-Benz A-Klasse der zweiten Generation (W169 als 5-Türer, C169 als 3-Türer) behält die geniale „Sandwich“-Architektur ihres Vorgängers bei. Dieser Doppelboden bietet eine außergewöhnliche passive Sicherheit (der Motor gleitet bei einem Frontalaufprall unter den Fahrgastraum) und ein rekordverdächtiges Platzangebot für eine Größe von nur 3,84 m. Allerdings macht diese Konstruktion die mechanische Zugänglichkeit zu einem Albtraum, wodurch harmlose Operationen (wie der Austausch des Anlassers oder des Keilrippenriemens) zu sehr kostspieligen Eingriffen werden, die oft das Absenken des Motorhilfsrahmens erfordern. Das Mitte 2008 erfolgte Facelift behob zahlreiche Kinderkrankheiten, insbesondere die schwerwiegenden Korrosionsprobleme an Türen und Radläufen der Modelle von 2004-2007,
Die Mercedes A-Klasse W169 ist auf dem Papier ein brillantes Auto, das den Platz einer Kompaktlimousine im Format eines Stadtautos bietet. Ihre Sandwich-Architektur ist jedoch ein zweischneidiges Schwert: hervorragend für die Sicherheit, macht sie die Wartung finanziell aufwendig. Kaufempfehlung: Suchen Sie unbedingt ein Facelift-Modell (nach 2008), um Rostprobleme zu vermeiden. Bevorzugen Sie Benzinmotoren (A150/A160 oder A170/A180) mit Schaltgetriebe. Meiden Sie Modelle mit Lamellenschiebedach und seien Sie äußerst vorsichtig, wenn Sie sich für das CVT-Automatikgetriebe entscheiden (einwandfreie Wartungshistorie erforderlich). Ein gut gewartetes manuelles Benzinmodell bleibt eine ausgezeichnete Wahl für Stadt und Umland.