Der Land Rover Discovery III (Codename L319, in Nordamerika als LR3 verkauft) markierte einen großen technologischen Durchbruch für die Marke. Durch den Ersatz der Starrachsen durch eine Einzelradaufhängung (oftmals Luftfederung) und die Einführung des Terrain Response-Systems bot er außergewöhnliche Geländeeigenschaften gepaart mit dem Komfort eines Premium-SUVs. Seine Hybridarchitektur „Integrated Body Frame“ (in eine selbsttragende Karosserie integrierter Leiterrahmen) verleiht ihm eine außerordentliche Robustheit, bestraft ihn jedoch mit einem übermäßigen Gewicht (fast 2,5 Tonnen). Trotz seiner immensen praktischen Qualitäten (7 vollwertige Sitzplätze, königlicher Komfort) ist der Discovery III traurig berühmt für seine katastrophale Zuverlässigkeit. Die Daten des TÜV (25 % Mängelquote
Der Land Rover Discovery III ist ein paradoxes Fahrzeug: Er ist eines der vielseitigsten und liebenswertesten SUVs, die je gebaut wurden, aber auch eines der ruinösesten im Unterhalt. Mit einer ADAC-Pannenquote von 6.5 und einer TÜV-Mängelquote von 25 % ist der Kauf eines vernachlässigten Modells ein finanzieller Selbstmord. Wenn Sie dieses Modell unbedingt suchen, meiden Sie den 2.7 TDV6 (zu hohes Risiko von Motorschäden) und bevorzugen Sie den 4.4 V8 Benziner. Obwohl sein Verbrauch gigantisch ist (rechnen Sie mit durchschnittlich 16 L/100 km), ist der Jaguar-Block mechanisch solide. Planen Sie ein beträchtliches Jahresbudget (2.000 bis 3.000 €) für die laufende Wartung, den unvermeidlichen Austausch von Luftfederungsteilen und elektronische Launen ein. Nur mit lückenlosem Scheckheft und einer transparenten Historie der Reparaturen an Federung und Antriebsstrang zu kaufen.