Land Rover Defender II (L663) (2020 – 2025)

Zuverlässigkeitsscore : 6.2/10

Der Land Rover Defender der zweiten Generation (L663) markiert einen radikalen Bruch mit seinem rustikalen Vorgänger. Basierend auf der Aluminium-Monocoque-Plattform D7x verzichtet er auf den Leiterrahmen, um ein Fahrverhalten zu bieten, das eines Luxus-SUVs würdig ist, während er gleichzeitig außergewöhnliche Geländeeigenschaften beibehält. Erhältlich in drei Radständen (90, 110 und 130), positioniert er sich als ultra-technologischer Premium-Geländewagen. Obwohl die mechanische Konstruktion robust ist, wird die allgemeine Zuverlässigkeit durch wiederkehrende Elektronik- und Softwareprobleme getrübt, die typisch für Produktionen von Jaguar Land Rover (JLR) sind. Die Daten des TÜV (22% Mängel nach 3 Jahren) und von What Car? (2.5/5) bestätigen eine unterdurchschnittliche Zuverlässigkeit, w

✅ Stärken

⚠️ Schwächen

🎯 Fazit

Der Land Rover Defender L663 ist ein Fahrzeug von brillanter Ingenieurskunst, das ein auf dem Markt nahezu einzigartiges Spektrum an Fähigkeiten (Onroad/Offroad) bietet. Der Kauf sollte jedoch in voller Kenntnis der Sachlage erfolgen: Die Elektronik- und Software-Zuverlässigkeit ist launisch, wie die Statistiken des ADAC (4.5 Pannen/1000), des TÜV (22% Mängel nach 3 Jahren) und die lange Liste offizieller Rückrufe belegen. Kaufempfehlung: Vermeiden Sie unbedingt die Modelljahre 2020 und Anfang 2021, die als Versuchskaninchen für die neue Softwareplattform dienten. Bevorzugen Sie ein Modell ab 2022, ausschließlich mit Herstellergarantie oder einer soliden Garantieverlängerung. Bei den Benzinern ist der 6-Zylinder P400 der beste Kompromiss. Der P300 ist angesichts des Gewichts etwas knapp bemessen, und der PHEV P400e fügt einem ohnehin empfindlichen Fahrzeug eine weitere Komplexitätsebene hinzu. Überprüfen Sie gewissenhaft, ob alle Rückrufe (insbesondere das Ölfiltergehäuse und die PCM-Updates) durchgeführt wurden.