Der Kia Niro der zweiten Generation (Codename SG2), der 2022 auf den Markt kam, markiert einen großen stilistischen Bruch mit seinem Vorgänger. Basierend auf der K3-Plattform (einer Weiterentwicklung der vorherigen) behält er seine Multi-Energie-Philosophie bei und bietet drei Varianten an: Hybrid (HEV), Plug-in-Hybrid (PHEV) und 100 % elektrisch (EV). Das Design zeichnet sich durch seine kontrastierende C-Säule (Aero C-Pillar) aus, die die Aerodynamik verbessern soll. Im Innenraum ist er stark vom EV6 inspiriert, mit einem doppelten Digitaldisplay und recycelten Materialien. Die Elektroversion (Niro EV), die die Bezeichnung e-Niro ersetzt, behält eine 400V-Architektur bei (im Gegensatz zum EV6 mit 800V) und eine nutzbare Batterie von 64,8 kWh. Es ist ein rationales, extrem effizientes Mod
Der Kia Niro der zweiten Generation ist eine pragmatische und äußerst rationale Wahl. In seiner Elektroversion (Niro EV) glänzt er durch einen kontrollierten Verbrauch, der seine kleine Batterie weitgehend kompensiert und eine sehr beruhigende reale Reichweite bietet (oft über 380 km auf der Autobahn und 450 km im gemischten Betrieb). Sein Hauptmangel bleibt seine Schnellladeleistung, die aus einer anderen Zeit stammt (max. 85 kW), was ihn auf sehr langen Fahrten gegenüber einem Renault Mégane E-Tech oder einem Tesla Model Y benachteiligt. Seine Zuverlässigkeit ist jedoch vorbildlich und erbt den ausgezeichneten Ruf des e-Niro der ersten Generation. Die HEV- und PHEV-Versionen sind ebenfalls ausgezeichnete Optionen für diejenigen, die noch nicht bereit für ein reines Elektrofahrzeug sind, wobei der HEV besonders hervorzuheben ist, da er extrem sparsam und ohne Ladezwang ist.