Der Jaguar S-Type (Codename X200) markiert die Rückkehr des Unternehmens aus Coventry in das Segment der oberen Mittelklasse (E-Segment). Basierend auf der Ford DEW98-Plattform (die er sich mit dem Lincoln LS und dem Ford Thunderbird teilt), besticht er durch ein Neo-Retro-Design, das vom legendären Jaguar Mark 2 aus dem Jahr 1963 inspiriert ist. Modellentwicklung: * Phase 1 (1999-2002): Markteinführung mit den 3.0 V6 und 4.0 V8 Motoren. Die Innenraumverarbeitung wurde wegen mangelndem Prestige (zu viele Ford-Schalter) und Zuverlässigkeitsproblemen (Kettenspanner beim V8, launische 5-Gang-Automatik) kritisiert. * Phase 2 (2002-2004): Größere Überarbeitung. Neues, wesentlich luxuriöseres Armaturenbrett, überarbeitetes Fahrwerk (neue Vorderradaufhängung), Einführung des hervorragenden 6-Gang
Der Jaguar S-Type ist ein Auto mit zwei Gesichtern. Die Modelle der Phase 1 (1999-2002) sind generell zu vermeiden: eine dem Wappen unwürdige Verarbeitung, ein anfälliges 5-Gang-Automatikgetriebe und ein 4.0 V8 Motor mit katastrophaler Zuverlässigkeit (Kettenspanner). Hingegen sind die ab Mitte 2002 produzierten Modelle (Phase 2 und 3) hervorragende Limousinen. Der Innenraum ist prächtig, das 6-Gang-ZF-Getriebe ist ein Genuss, und die 3.0 V6 und 4.2 V8 Motoren sind von beispielhafter Robustheit. Der 2.7 Diesel ist Vielfahrern vorbehalten, da sonst ruinöse Kosten für die Abgasreinigung (DPF/AGR) drohen. Der Rat des Experten: Suchen Sie nach einem 3.0 V6 oder 4.2 V8 Modell nach 2003. Die wichtigste Inspektion vor dem Kauf betrifft nicht die Mechanik, sondern die Karosserie: Untersuchen Sie die Seitenschweller unter den Kunststoffabdeckungen akribisch. Wenn es Durchrostungen gibt, nehmen Sie Abstand, die Reparaturen werden den Wert des Fahrzeugs übersteigen.