Der Honda Fit der zweiten Generation (interner Code GE, in Europa und einigen anderen Märkten als Honda Jazz bekannt) ist ein Maßstab im Segment der Kleinwagen, wenn es um Raumausnutzung und Zuverlässigkeit geht. Dank der innovativen "Magic Seats" und der zentralen Platzierung des Kraftstofftanks bietet er ein klassenbestes Ladevolumen. Mechanisch gilt das Fahrzeug als äußerst robust, wurde jedoch massiv vom globalen Takata-Airbag-Skandal überschattet. Die NHTSA-Datenbank verzeichnet für diesen Zeitraum 682 Beschwerden, die sich primär auf Airbags und Elektronik konzentrieren.
Der Honda Fit (2008-2014) ist mechanisch eines der zuverlässigsten Fahrzeuge seiner Klasse. Die Motoren sind auf Langlebigkeit ausgelegt und das Raumkonzept ist unübertroffen. Das größte und wichtigste Problem dieses Modells ist jedoch der Takata-Airbag-Rückruf. Von den 682 NHTSA-Beschwerden entfallen allein 205 auf die Airbags. Ein Kauf ist absolut empfehlenswert, sofern lückenlos nachgewiesen werden kann, dass die Airbag-Gasgeneratoren im Rahmen der Rückrufaktionen ausgetauscht wurden.
Die mechanische Basis des Honda Fit ist außergewöhnlich solide. Die NHTSA-Datenbank verzeichnet für den Zeitraum 2011-2015 lediglich 79 Beschwerden bezüglich des Motors und 66 bezüglich des Getriebes – sehr niedrige Werte für ein Massenmarkt-Fahrzeug. Die i-VTEC-Motoren verwenden eine wartungsfreie Steuerkette. Zu den wenigen bekannten Problemen gehören verschlissene Zündspulen, die zu Ruckeln beim Beschleunigen führen können. Zudem schreibt Honda vor, das Ventilspiel alle ca. 100.000 km manuell zu prüfen und einzustellen, was von Vorbesitzern oft vernachlässigt wird. Bei Modellen mit Schaltge
Dieser Bereich erfordert die größte Aufmerksamkeit. Laut NHTSA-Datenbank gibt es 205 Beschwerden zu Airbags und 142 zur Elektronik. Der Honda Fit ist massiv vom Takata-Airbag-Skandal betroffen. Die Gasgeneratoren können bei einer Auslösung durch Feuchtigkeit und Alterung explodieren und lebensgefährliche Metallsplitter in den Innenraum schleudern. Es gab zahlreiche Rückrufaktionen (u.a. 19V502000, 19V500000). Ein Kauf darf nur erfolgen, wenn der Austausch der Airbags über die Fahrgestellnummer (VIN) zweifelsfrei belegt ist. Die restliche Bordelektronik ist unauffällig, abgesehen von gelegentli
Der Innenraum ist dank der "Magic Seats" (die Sitzflächen der Rückbank lassen sich wie im Kino hochklappen) ein Meisterwerk der Ergonomie. Die verwendeten Kunststoffe sind hart, aber kratzfest und langlebig. Ein bekannter Schwachpunkt ist der relativ dünne Lack, der anfällig für Steinschläge ist. In Regionen mit starkem Wintereinsatz sollte der Unterboden und die hinteren Radläufe auf Rost geprüft werden. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt; Poltergeräusche von der Vorderachse deuten meist auf verschlissene Koppelstangen oder Domlager hin, was jedoch günstige Verschleißteile sind.
Die Unterhaltskosten des Honda Fit sind extrem niedrig. Bei der Überprüfung der Historie muss das Hauptaugenmerk auf der Durchführung der offiziellen Rückrufe liegen (insbesondere Airbags und Antriebswelle). Bei Automatik- und CVT-Getrieben sollte das Getriebeöl alle 40.000 bis 60.000 km gewechselt worden sein, um ein Ruckeln beim Anfahren zu vermeiden. Wenn das Fahrzeug beim Beschleunigen zögert, sind meist nicht die Injektoren, sondern die Zündkerzen oder Zündspulen fällig. Ein lückenloses Scheckheft ist ein starker Indikator für ein problemloses Fahrzeug.
| Ölwechsel | 100 – 180 € |
| Steuerkette | 800 – 1 500 € (si nécessaire, non préventif) |
| Kupplung | 800 – 1 400 € |
| Bremsen komplett | 300 – 550 € |
| Geschätztes Jahresbudget | 600 – 1 100 € |
Richtwerte (freie Werkstatt, europäischer Markt). Preise variieren je nach Region und Jahr.