Ford Focus I (DAW) (1998 – 2004)

Zuverlässigkeitsscore : 6.2/10

Die Ford Focus der ersten Generation (Mk1, Codes DAW/DBW/DFW/DNW) markierte bei ihrer Einführung 1998 einen radikalen Bruch. Als Nachfolger des alternden Escort führte sie das „New Edge“-Design und vor allem eine in dieser Kategorie neuartige Multilenker-Hinterachse („Control Blade“) ein, die die Standards für das Fahrverhalten im C-Segment neu definierte. 1999 zum Auto des Jahres gewählt, erhielt sie Ende 2001 ein Facelift (in die Scheinwerfer integrierte Blinker, überarbeitete Stoßfänger, verbesserte Geräuschdämmung und Ausstattung). Bei den Dieselmotoren vollzog sie den Übergang von der älteren Generation mit klassischer Direkteinspritzung (TDDi) zur modernen Common-Rail-Technologie (TDCi). Heute ist sie ein sehr erschwingliches Fahrzeug, dessen Zuverlässigkeit jedoch stark von der Moto

✅ Stärken

⚠️ Schwächen

🎯 Fazit

Der Kauf eines Ford Focus Mk1 Diesel ist heute ein riskantes Unterfangen. Der 1.8 TDCi bietet ein hervorragendes Fahrgefühl, aber sein Delphi-Einspritzsystem ist eine finanzielle Zeitbombe (Späne), deren Reparatur oft teurer ist als der Wert des Autos. Der 1.8 TDDi ist mechanisch unzerstörbar, aber seine Bosch-Einspritzpumpe bleibt ein bekannter Schwachpunkt und er ist sehr laut. Das Urteil für Diesel ist daher, den TDCi zu MEIDEN und einen TDDi nur dann zu VERHANDELN, wenn die Pumpe bereits ersetzt wurde. Ironischerweise ist der beste Focus Mk1 eine Benzinversion (1.6 Zetec), die sich als äußerst zuverlässig, wartungsarm erweist und es ermöglicht, das hervorragende Fahrwerk des Autos voll auszunutzen. In jedem Fall bleibt Rost der größte Feind: Eine sorgfältige Inspektion des Unterbodens ist obligatorisch.