Der Fiat Punto Evo ist das umfassende Facelift des Grande Punto (Typ 199), der 2009 eingeführt wurde, bevor er 2012 einfach in „Punto“ umbenannt wurde. Er zeichnet sich durch eine überarbeitete Frontpartie, LED-Rückleuchten und vor allem einen deutlich verbesserten Innenraum in Bezug auf Verarbeitung und Materialien im Vergleich zu seinem Vorgänger aus. Mechanisch gesehen führt er die Benzintechnologie MultiAir (elektrohydraulische Ventilsteuerung) ein, die den Wirkungsgrad verbessern soll. Obwohl attraktiv und erschwinglich, leidet der Punto Evo unter einer insgesamt schlechten Zuverlässigkeit, geplagt von Elektronikproblemen, fragilen Peripheriegeräten und vorzeitigem Verschleiß der Fahrwerkskomponenten, wie europäische Prüforganisationen bestätigen.
Der Fiat Punto Evo ist ein paradoxes Auto. Einerseits bietet er ein gelungenes Design, ein großzügiges Platzangebot und Einstiegs-Benzinmotoren (FIRE) von unerschütterlicher Robustheit. Andererseits wird er von einer ungleichmäßigen Verarbeitungsqualität, einer launischen Elektronik und fragilen Fahrwerkskomponenten geplagt. Die Statistiken des ADAC (6.8 Pannen/1000) und des TÜV (23.5% Mängel) zählen ihn zu den schlechtesten seiner Klasse. Kaufempfehlung: Meiden Sie die 1.3 MultiJet Diesel, die in der Stadt eingesetzt wurden (DPF, AGR, Kette) und seien Sie äußerst misstrauisch bei MultiAir-Motoren ohne lückenlose Wartungshistorie. Der einzig rationale Kauf ist eine Version 1.2 8V oder 1.4 8V (FIRE), idealerweise in einer höheren Ausstattungsvariante, vorausgesetzt, Sie inspizieren ihn sorgfältig (Rost, Servolenkung, Elektronik) und verhandeln einen sehr niedrigen Preis.