Der von Giorgetto Giugiaro entworfene Fiat Grande Punto (Typ 199) markierte bei seiner Einführung im Jahr 2005 einen bedeutenden stilistischen und dimensionalen Bruch für Fiat im B-Segment. Basierend auf der gemeinsam mit General Motors entwickelten SCCS-Plattform (die auch vom Opel Corsa D genutzt wird) bietet er ein ausgezeichnetes Platzangebot und ein sicheres Fahrverhalten. Allerdings litt diese Generation (vor dem Facelift 'Punto Evo' Ende 2009) unter zahlreichen Kinderkrankheiten, insbesondere im Bereich der Elektronik und der Innenraumverarbeitung. Die Dieselmotoren (MultiJet) sind zwar leistungsstark und sparsam, erfordern jedoch eine strenge Wartung, um kostspielige Ausfälle zu vermeiden. Gesamtnote: Günstiges Modell im Einkauf, aber mit sehr heterogener Zuverlässigkeit.
Der Fiat Grande Punto aus dem Zeitraum 2005-2009 ist ein Fahrzeug, das mit äußerster Vorsicht zu betrachten ist, insbesondere mit Dieselmotorisierung. Die Statistiken des ADAC und des TÜV sind eindeutig: Er gehört zu den unzuverlässigsten Fahrzeugen seiner Klasse, belastet durch eine launische Elektronik, strukturelle Korrosion bei Modellen mit hoher Laufleistung und fragile Fahrwerke. Wenn Sie einen Diesel suchen: Der 1.3 MultiJet ist zu MEIDEN, es sei denn, Sie verfügen über eine einwandfreie Wartungshistorie (Ölwechsel maximal alle 15.000 km) und einen Nachweis über den kürzlichen Austausch der Steuerkette. Der 1.9 MultiJet ist mechanisch robuster, aber Vorsicht beim M32-Getriebe und dem Zweimassenschwungrad. Paradoxerweise wird der Grande Punto zu einem sehr intelligenten Kauf, wenn Sie sich für eine Benzinversion 1.2 oder 1.4 8v (FIRE) entscheiden. Diese Motoren sind unverwüstlich, die Teile kosten ein Spott, und das Design bleibt ansprechend. In jedem Fall ist eine sorgfältige Überprüfung der Servolenkung (City) und der Karosserie vor dem Kauf obligatorisch.