Der BMW 1er der dritten Generation (F40) markiert einen radikalen technischen Wendepunkt in der Geschichte des Modells. Er verabschiedet sich vom traditionellen Hinterradantrieb zugunsten der UKL2-Frontantriebsplattform (die auch von MINI genutzt wird). Obwohl diese Entscheidung von Puristen kritisiert wurde, führte sie zu einem geräumigeren Innenraum, einem größeren Kofferraum und vor allem zu einer deutlich verbesserten Zuverlässigkeit im Vergleich zu den Vorgängergenerationen. Die Motorenpalette besteht nun ausschließlich aus den modularen B-Serien-Motoren (B37/B47 Diesel und B38/B48 Benzin), die die berüchtigten Steuerkettenprobleme der älteren N47-Motoren hinter sich gelassen haben.
Der BMW 1er F40 ist ein pragmatisches und ausgereiftes Fahrzeug. Der Wechsel zum Frontantrieb hat ihm zwar etwas von seinem einzigartigen Charakter genommen, ihn aber im Alltag praktischer und vor allem zuverlässiger gemacht. Die ADAC-Pannenstatistik (2.5/1000) belegt, dass die Motoren der B-Serie (B38/B48/B37/B47) die dunklen Zeiten der N47-Steuerkettenprobleme (F20/F21) endgültig beendet haben. Dennoch mahnt der TÜV-Report (17.2% Mängelquote) zur Vorsicht bei Fahrwerk und Beleuchtung. Insgesamt ist der F40 eine sehr solide Wahl im Premium-Kompaktsegment, sofern die Wartungshistorie lückenlos ist.