Die Alfa Romeo Giulietta (Typ 940) Phase 2 (und Phase 3 ab 2016) stellt die ausgereifte Version des italienischen Kompaktwagens dar. Das Facelift von 2014 brachte wichtige Verbesserungen im Innenraum (neue Sitze, Uconnect-Infotainmentsystem statt des veralteten Klappbildschirms) und eine optimierte Geräuschdämmung. 2016 folgte ein weiteres leichtes optisches Update (Phase 3), um das Design an die neue Giulia anzupassen. Die Giulietta besticht durch ihr zeitloses Design, eine sehr direkte Lenkung und ein agiles Fahrwerk. In dieser Kaufberatung liegt der Fokus auf den Benzinmotoren (TB, MultiAir, TBi), die besonders in der Phase 2 als sehr ausgereift gelten, während die Dieselmotoren (JTDM) der Vollständigkeit halber aufgeführt werden. Insgesamt ist die Giulietta ab 2014 deutlich zuverlässig
Die Alfa Romeo Giulietta Phase 2 (2014-2020) ist ein stark unterschätzter Kompaktwagen. Die Kinderkrankheiten der ersten Baujahre (2010-2013) wurden weitgehend ausgemerzt. Wer einen zuverlässigen, günstigen und dennoch charakterstarken Benziner sucht, greift zum 1.4 TB mit 120 PS – er ist ein anspruchsloser Dauerläufer. Der 1.4 TB MultiAir (150/170 PS) bietet mehr Fahrspaß und Effizienz, erfordert aber zwingend einen Vorbesitzer, der die Ölwechselintervalle pedantisch eingehalten hat. Der 1.75 TBi (Veloce) ist ein wunderbarer Hot-Hatch für Liebhaber. Das größte verbleibende Ärgernis ist der brechende Heckklappen-Kabelbaum, was jedoch mit Reparatursätzen aus dem Zubehör günstig und dauerhaft gelöst werden kann. Eine klare Kaufempfehlung für Individualisten.