Die Alfa Romeo Giulietta (Typ 940) der ersten Generation (Phase 1) trat 2010 das schwere Erbe des Alfa 147 an. Sie basiert auf der damals neuen 'Compact'-Plattform des Fiat-Konzerns und zeichnet sich durch ein markantes, zeitloses Design sowie ein agiles Fahrverhalten aus. Im Fokus dieser Analyse stehen die JTDM-Dieselmotoren, die zu den robustesten und ausgereiftesten Aggregaten ihrer Klasse gehören. Während die Giulietta mit emotionalem Design und toller Fahrdynamik punktet, leidet sie teilweise unter typischen italienischen Nachlässigkeiten bei der Verarbeitungsqualität im Detail und der Elektronik. Ein Facelift erfolgte Ende 2013 (Modelljahr 2014), welches leichte optische Retuschen und verbesserte Infotainment-Systeme brachte.
Die Alfa Romeo Giulietta der ersten Baujahre ist ein Auto für Individualisten, das besser ist als sein Ruf – insbesondere als Diesel. Die 1.6 und 2.0 JTDM-Motoren sind echte Dauerläufer und stecken hohe Laufleistungen problemlos weg, sofern der Zahnriemen rechtzeitig gewechselt wird. Wer sich für eine Giulietta entscheidet, muss jedoch kleine elektronische Macken (Blue&Me, Heckklappenkabelbaum) und gelegentliches Knistern im Innenraum tolerieren. Kaufempfehlung für Vielfahrer: Ein 2.0 JTDM mit nachweisbarer Historie und bereits repariertem Heckklappenkabelbaum ist ein stilvoller und zuverlässiger Begleiter.