Alfa Romeo Giulia I (952) (2016 – 2020)

Zuverlässigkeitsscore : 7.6/10

Die Alfa Romeo Giulia (Typ 952) markiert die große Rückkehr des Mailänder Herstellers zum Heckantrieb (klassische Architektur) dank der exzellenten modularen Giorgio-Plattform. Entwickelt, um direkt mit dem deutschen Trio (3er, C-Klasse, A4) zu konkurrieren, zeichnet sie sich durch ein außergewöhnliches Fahrwerk, eine ultra-direkte Lenkung und eine perfekte Gewichtsverteilung (50/50) aus. Während die dynamischen Qualitäten einstimmig gelobt werden, litt diese erste Phase (2016-2020) unter Kinderkrankheiten, hauptsächlich elektronischer und softwareseitiger Natur, sowie einem Infotainmentsystem, das im Vergleich zur Konkurrenz zurücklag. Ein wichtiges Update (MY2020) korrigierte die wahrgenommene Qualität des Innenraums und die Elektronik vor dem ästhetischen Facelift im Jahr 2023. Das ZF 8

✅ Stärken

⚠️ Schwächen

🎯 Fazit

Die Alfa Romeo Giulia (952) ist zweifellos die fahrdynamisch anspruchsvollste Limousine ihrer Klasse. Wenn Sie einen Benzinmotor anstreben, ist der 2.0 Turbo (200 oder 280 PS) eine brillante Wahl, der eine sehr beruhigende mechanische Zuverlässigkeit bietet, weit entfernt von den Klischees über die Marke. Die Modelle von 2016 bis 2018 erfordern jedoch Geduld angesichts elektronischer Macken, die oft mit einer schwachen Batterie oder schlecht isolierten Relais zusammenhängen. Kaufempfehlung: Vermeiden Sie möglichst die Baujahre 2016-2017. Zielen Sie auf ein Modell von 2018 oder neuer ab, und idealerweise auf ein Modelljahr 2020 (MY2020), das die Mängel der Innenraumverarbeitung korrigiert und das Infotainment modernisiert. Die Wartung muss streng sein (jährliche Ölwechsel), um die Langlebigkeit des MultiAir-Systems zu gewährleisten.