Zum Auto des Jahres 2001 gewählt, prägte der Alfa Romeo 147 (Typ 937) Phase 1 die Gemüter durch sein meisterhaftes Design, entworfen von Walter de Silva und Wolfgang Egger. Als Nachfolger des Duos 145/146 positionierte er sich im Premium-Kompaktsegment, um mit dem Audi A3 und dem VW Golf zu konkurrieren. Technisch zeichnete er sich durch eine Doppelquerlenker-Vorderachse (vom 156 geerbt) aus, die ihm für die damalige Zeit eine außergewöhnliche Fahrpräzision und ein hervorragendes Fahrverhalten verlieh. Diese dynamische Exzellenz ging jedoch mit einer ungleichmäßigen Zuverlässigkeit einher, gekennzeichnet durch anfällige Fahrwerke, eine launische Elektronik und Twin Spark Benzinmotoren, die eine akribische Wartung erforderten. Die Phase 1 endete Ende 2004 mit der Einführung eines umfassende
Der Alfa Romeo 147 Phase 1 ist ein 'Liebhaberauto', das man mit Bedacht kauft. Sein Fahrwerk bietet einen seltenen Fahrspaß in dieser Kategorie, erfordert aber ein Wartungsbudget, das einer höheren Klasse würdig ist. Die Twin Spark Benzinmotoren sind mit äußerster Vorsicht zu behandeln: Der Zahnriemen muss alle 3 Jahre oder 60.000 km gewechselt werden, da sonst ein Motorschaden droht. Das Selespeed-Getriebe ist unbedingt zu meiden. Für einen rationalen und zuverlässigen Kauf sind die 1.9 JTD Dieselversionen eine ausgezeichnete Wahl, die problemlos 300.000 km erreichen können. Schließlich ist die GTA-Version ein reines Sammlerstück, dessen Wert die Investition in ein Q2-Differential zur Verbesserung der Getriebezulässigkeit rechtfertigt.