Der Renault Clio II (Typ B) wurde im Frühjahr 1998 als Nachfolger des erfolgreichen Clio I eingeführt. Er zeichnete sich durch ein deutlich runderes Design, verbesserte passive Sicherheit (Kotflügel aus Kunststoff, um Gewicht zu sparen und kleine Rempler abzufedern) und ein komfortables Fahrwerk aus. Im Jahr 2001 erhielt der Clio II ein umfangreiches Facelift (Phase 2), das nicht nur die Optik (neue Scheinwerfer, hochwertigerer Innenraum) modernisierte, sondern auch die Fahrzeugelektronik auf ein Multiplex-System umstellte. Dies brachte zwar neue Funktionen, aber anfangs auch erhebliche elektronische Probleme mit sich. Obwohl der Nachfolger (Clio III) bereits 2005 auf den Markt kam, wurde der Clio II aufgrund seiner anhaltenden Beliebtheit und der günstigen Produktionskosten als Clio Campu
Der Renault Clio II ist ein klassisches 'Licht und Schatten'-Auto. Mechanisch sind die kleinen Benziner (insbesondere der 1.2 8V) äußerst robust und verzeihen auch Wartungsstaus. Das Fahrwerk bietet einen für diese Klasse überragenden Komfort. Leider wird das positive Bild durch eine sehr anfällige Elektronik (Wegfahrsperre, Sensoren) und die katastrophalen frühen 1.5 dCi Dieselmotoren getrübt. Kaufempfehlung: Suchen Sie nach einem späten Modell (Clio Campus ab 2006) mit dem 1.2 16V (75 PS) Benziner. Diese Fahrzeuge sind ausgereift, spottbillig im Unterhalt und haben die Kinderkrankheiten der frühen Baujahre hinter sich gelassen. Von Dieseln vor 2006 ist aufgrund des Risikos eines totalen Einspritzanlagen-Ausfalls dringend abzuraten.